Einleitung:
Das Thema energetische Sanierung ist 2026 aktueller denn je. Mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und steigenden Energiekosten stehen viele Immobilienbesitzer vor der Frage: Welche Sanierungsmaßnahmen sind Pflicht, was kostet das Ganze und welche Förderungen gibt es? In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige, damit Sie gut informierte Entscheidungen treffen können.
1. Was ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG)?
Das Gebäudeenergiegesetz regelt die energetischen Anforderungen an Gebäude in Deutschland. Seit 2024 gelten verschärfte Vorgaben, die schrittweise umgesetzt werden. Ziel ist es, den Energieverbrauch im Gebäudesektor drastisch zu senken und den Umstieg auf erneuerbare Energien voranzutreiben. Für Eigentümer bedeutet das: Beim Heizungstausch müssen neue Anlagen mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. In Neubaugebieten gilt diese Regel bereits, in Bestandsgebäuden greifen die Vorgaben je nach Gemeindegröße bis spätestens Mitte 2028.
2. Welche Sanierungsmaßnahmen sind besonders sinnvoll?
Nicht jede Maßnahme lohnt sich gleichermaßen. Die größten Effekte erzielen Sie mit diesen Schritten:
- Dachdämmung: Über ein ungedämmtes Dach geht bis zu 30 Prozent der Heizenergie verloren. Eine nachträgliche Dämmung gehört zu den wirksamsten Maßnahmen.
- Fassadendämmung: Auch über die Außenwände entweicht viel Wärme. Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) kann den Energieverbrauch erheblich senken.
- Fenstertausch: Alte Einfachverglasung durch moderne Dreifachverglasung zu ersetzen, reduziert Wärmeverluste deutlich und verbessert den Wohnkomfort.
- Heizungstausch: Der Umstieg von Öl oder Gas auf eine Wärmepumpe, Pelletheizung oder einen Fernwärmeanschluss senkt langfristig die Heizkosten und erfüllt die gesetzlichen Vorgaben.
- Kellerdeckendämmung: Eine oft unterschätzte Maßnahme mit geringen Kosten und spürbarem Effekt, besonders bei kalten Fußböden im Erdgeschoss.
3. Was kostet eine energetische Sanierung?
Die Kosten variieren stark je nach Gebäudezustand, Größe und gewählten Maßnahmen. Als grobe Orientierung für ein typisches Einfamilienhaus:
- Dachdämmung: 15.000 bis 30.000 Euro
- Fassadendämmung: 20.000 bis 40.000 Euro
- Neue Fenster: 10.000 bis 20.000 Euro
- Wärmepumpe: 15.000 bis 35.000 Euro
- Kellerdeckendämmung: 3.000 bis 8.000 Euro
Eine Komplettsanierung kann also schnell 60.000 bis über 100.000 Euro kosten. Doch der langfristige Nutzen durch niedrigere Energiekosten und einen höheren Immobilienwert macht die Investition in vielen Fällen wirtschaftlich sinnvoll.
4. Welche Förderungen gibt es 2026?
Der Staat unterstützt energetische Sanierungen mit attraktiven Förderprogrammen. Die wichtigsten Anlaufstellen sind:
- KfW-Förderung: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse für energetische Sanierungen. Besonders das Programm für den Heizungstausch ist gefragt.
- BAFA-Zuschüsse: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle fördert Einzelmaßnahmen wie Dämmung, Fenstertausch oder den Einbau einer Wärmepumpe mit direkten Zuschüssen von bis zu 70 Prozent der förderfähigen Kosten.
- Steuerliche Absetzbarkeit: Selbstnutzende Eigentümer können Sanierungskosten über drei Jahre steuerlich geltend machen und bis zu 20 Prozent der Kosten (maximal 40.000 Euro) absetzen.
Wichtig: Fördermittel müssen in der Regel vor Beginn der Maßnahme beantragt werden. Lassen Sie sich am besten von einem zertifizierten Energieberater unterstützen, der auch die Anträge für Sie vorbereitet.
5. Energetische Sanierung und der Immobilienwert
Eine energetisch sanierte Immobilie ist auf dem Markt deutlich mehr wert als ein unsanierter Altbau. Der Energieausweis spielt bei Kauf- und Mietentscheidungen eine immer größere Rolle. Immobilien mit schlechter Energieeffizienzklasse (F, G oder H) werden zunehmend schwieriger zu verkaufen oder zu vermieten. Wer jetzt investiert, profitiert nicht nur von niedrigeren Nebenkosten, sondern auch von einer besseren Marktposition bei einem späteren Verkauf.
Fazit:
Die energetische Sanierung ist 2026 keine Kür mehr, sondern wird für viele Eigentümer zur Pflicht. Doch sie bietet auch große Chancen: niedrigere Energiekosten, ein höherer Wohnkomfort und ein gesteigerter Immobilienwert. Nutzen Sie die verfügbaren Förderungen und lassen Sie sich professionell beraten, um die richtigen Maßnahmen für Ihr Gebäude zu finden. Bei Fragen rund um den Immobilienwert nach einer Sanierung stehe ich Ihnen als erfahrener Makler gerne zur Seite.
Sie haben Fragen zu Immobilien?
Als IHK-zertifizierter Immobilienmakler in Landshut berate ich Sie gerne persönlich und unverbindlich.
Jetzt Kontakt aufnehmen